{"id":843,"date":"2016-12-13T13:52:05","date_gmt":"2016-12-13T13:52:05","guid":{"rendered":"http:\/\/naturenkulturen.de\/?page_id=843"},"modified":"2024-02-26T10:22:02","modified_gmt":"2024-02-26T09:22:02","slug":"sts-for-all-daten-inund-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/naturenkulturen.de\/en\/sts-for-all-daten-inund-gesellschaft\/","title":{"rendered":"STS for all: Daten in\/und Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>Dr. Katrin Amelang (Institut f\u00fcr Ethnologie u. Kulturwissenschaft), Dr.Juliane Jarke (Institut f\u00fcr Informationsmanagement), Dr. Friederike Gesing (artec-Forschungszentrum Nachhaltigkeit), Dr. Hennig Laux (Institut f\u00fcr Soziologie), Dr. Anna-Lisa M\u00fcller (Institut f\u00fcr Geographie) und Prof. Dr. Michi Knecht (Institut f\u00fcr Ethnologie u. Kulturwissenschaft)<\/p>\n<p>Daten und digitale Anwendungen durchziehen heute unsere Alltage. Zunehmend werden fast alle Aspekte gesellschaftlichen Lebens vermessen und quantifiziert; kaum ein Lebensbereich, dessen Ausgestaltung nicht durch Zahlen\/Daten beschrieben, legitimiert und bestimmt wird. Diese \u201eDatafizierung\u201c des sozialen Lebens weckt positive Erwartungen bez\u00fcglich erh\u00f6hter Transparenz, Rechenschaftspflicht und B\u00fcrgerbeteiligung, zugleich aber auch \u00c4ngste vor \u00dcberwachung, Datenmissbrauch und Kontrolle von Kompetenzen im Umgang mit (digitalen) Daten (Kitchin 2014; Borgman 2015; Ruppert und Isin 2015; Gitelman 2013). Wer Zugriff auf welche Daten hat und sie f\u00fcr welche Zwecke nutzt, und welche sozialen Ungleichheiten, Ein- und Ausschl\u00fcsse Daten (re)produzieren, ist Gegenstand aktueller politischer Debatten. Zwar ist das Sammeln, Auswerten und Nutzen von Daten f\u00fcr bestimmte Zwecke durch Wissenschaft, Staat oder Wirtschaft nicht neu.<br \/>\nVer\u00e4ndert haben sich jedoch die technischen M\u00f6glichkeiten und Infrastrukturen computerbasierter Datenverarbeitung, die kontinuierlich steigenden Rechenleistungen und Speicherkapazit\u00e4ten und die in der Folge immer umfangreicheren Datenbest\u00e4nde. Zudem sind wir selbst mit unseren Alltagspraktiken in die Produktion von Daten involviert \u2013 freiwillig oder unfreiwillig hinterlassen wir Datenspuren und wirken unterschiedlich aktiv an der Generierung von Daten(profilen) \u00fcber uns selbst mit. Vor dem Hintergrund dieser Allgegenw\u00e4rtigkeit und gesellschaftlichen Relevanz von Daten nimmt das Seminar die Verwobenheit von Daten und Kultur\/Gesellschaft genauer in den Blick. Studierende werden mit Ans\u00e4tzen und Forschungsliteratur aus den Feldern der Science &amp; Technology Studies (STS, Wissenschafts- und Technikforschung) und der Critical Data Studies bekannt gemacht. Diese Zugriffe erm\u00f6glichen uns, die Verschr\u00e4nkung von digitalen Datenpraktiken in einer Vielzahl von Lebensbereichen \u00fcber Disziplinengrenzen hinweg zu analysieren und zu diskutieren: Was sind Daten? Inwiefern beeinflussen und reflektieren Daten Alltagspraktiken, soziale Beziehungen, kulturelle Vorstellungen und gesellschaftliche Strukturen? Wie werden Daten produziert? Was erm\u00f6glichen Daten? Aber auch: Wie k\u00f6nnen Datenpraktiken und unsere digitalen Datenspuren empirisch untersucht werden, welche Methoden eignen sich? Im Laufe des Seminars werden wir uns den \u201eDaten in Gesellschaft\u201c thematisch n\u00e4hern \u2013 z.B. durch Sitzungen zum \u201eQuantified Self\u201c, zur zivilgesellschaftlichen Nutzung von Open Data (\u201ecivic hacking\u201c) oder zu Daten und digitalen Bewertungspraktiken (z.B. Online Evaluationen), zu spezifischen Regeln, Arten und Herstellungsweisen von Daten (innerhalb und au\u00dferhalb der Wissenschaften), zu verschiedenen Datenarbeiten (data analyst vs. click worker) oder zu Dateninfrastrukturen. Das interdisziplin\u00e4re Seminar richtet sich prim\u00e4r an Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaften, der Geographie, der Informatik und Digitalen Medien und wird von einem interdisziplin\u00e4ren Team vorbereitet und als Team-Teaching durchgef\u00fchrt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Katrin Amelang (Institut f\u00fcr Ethnologie u. 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