Kategorie-Archiv: Allgemein

Tactics for Quotidian Anthropocenes, a video series. By Tim Schütz

Tim Schütz published a video series about the ethnographic field campus in St. Louis, Missouri.

Click below for viewing: https://www.youtube.com/watch?v=OkvoPoqq7hw&list=PLdlSbSzosy9JjijabxdDFeY7Dyj-T1Nyr

The Quotidian Anthropocenes project explores how the Anthropocene is playing out on the ground in different settings. The aim is to create both situated, place-based and comparative perspective, building new modes of collective knowledge and action.
Extending from Eli Elinoff and Tyson Vaughan’s conceptualization of the “quotidian Anthropocene” in work on environmental crises in urbanizing Asia, the project is designed to be global in scope while also fine-grained and local. The focus is on anthropocenics — the dynamic interactions between scales (local to planetary) and systems (ecological, atmospheric, technological, economic, political, social, cultural and so on) — that produce the Anthropocene at the local level.
The project is organized around a shared set of questions, addressed through a series of Field Campuses, an on-going Open Seminar and a lively archive project. See information here on how to join the collaboration with a thematic or place-based focus.
Design Team: Kim Fortun (UC Irvine); Scott G. Knowles (Drexel University); Tim Schütz (UC Irvine); Jason Ludwig (Drexel University)
Instructors: James Adams (UC Irvine), Danica Loucks (UC Irvine), Guil Louissant (UC Irvine), Manuel Tironi (Catholic University Chile)
Supported by Haus der Kulturen der Welt and Max Planck Institute for the History of Science

 

 

Vortrag von Julia Poerting am 27. Mai

„Die sind schlauer geworden“ – Die technologische Vermittlung von Mensch und Wolf in der Lüneburger Heide

Montag, 27.5.2019 | 12-14h | SFG 2210

Die rasante Zunahme der Wolfspopulation in der Lüneburger Heide führt seit einigen Jahren zu Ängsten und Sorgen unter Weidetierhaltern und Teilen der ländlichen Bevölkerung.  Verschiedene Technologien sollen das Zusammenleben von Wolf, Mensch und Weidetieren vermitteln und besser planbar machen. In meinem Vortrag diskutiere ich anhand verschiedener Momente der technologischen Vermittlung (Zäune, Besenderung, Fotofallen, Apps) die soziopolitischen Kontexte und (unerwarteten) Folgen dieser Interventionen. Wer wird geschützt, wer wird ausgegrenzt und wie verändert sich der materielle und diskursive Raum der Lüneburger Heide?

Julia Poerting ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geographie der Universität Bonn. Sie hat am Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“ in der interdisziplinären Nachwuchsforschergruppe „Agrarian Alternatives“ an der Universität Heidelberg promoviert. In ihrer Doktorarbeit „Practicing Organic Farming in Pakistan – Debating Science, Sustainability and Localism“untersuchte sie für wen und wie Bio-Landwirtschaft in Pakistan, vor dem Hintergrund sozialökologischer Krisen, zu einer Alternative wird und nutzte dafür Ansätze aus der politischen Ökologie sowie Wissenschafts- und Technikforschung. Aktuell beschäftigt sie sich mit Mensch-Tier-Geografien und forscht zur Rückkehr des Wolfes in stadtnahe Landschaften in Norddeutschland.

Vortrag von Felix Remter | LMU München

Ontologische Krisen, Resonanz, Fraktale. Multimodale Annäherungen an Bienenforschung und Imkerei

22.05.19 | 14:00 – 16:00 Uhr | Rotunde

Abstract:

Die Imkerei in Europa steckt in einer anhaltenden Krise, die einen Wandel in den Bezugsweisen und Praktiken ausgelöst hat – der ImkerInnen, aber auch der Bienen selbst und anderer Organismen, mit denen beide zusammenleben. In meiner Promotionsforschung über den Wandel in diesem Feld greife ich auf Theorien und Methoden aus den Science and Technology Studies, der Umwelt- und der sensorischen Anthropologie zurück. Das Arbeiten mit Film spielt dabei sowohl epistemologisch als auch ethnografisch eine wichtige Rolle. Für das Projekt habe ich in Imkereien, Zeidlereien, Forschungs-, Zucht- und Auswilderungsprogrammen in Deutschland, der Schweiz, Wales und Baschkortostan teilnehmend geforscht und gefilmt. Die Interaktionen in diesen Feldern sind in weiten Teilen nicht sprachlich verfasst und verfassbar, sondern beruhen auf körperlich sensorischem Erfahrungswissen im meist technologisch vermittelten Umgang miteinander. Nicht nur die Wissensformen und Praktiken der Imkerei und Bienenforschung bedürfen also einer dichten Teilnahme. Ihr Zusammenspiel mit dem Wissen und den Praktiken nicht-menschlicher AkteurInnen wie der Honigbiene und weiterer Lebewesen erfordern die Entwicklung entsprechender Konzepte und Methoden der Forschung und Vermittlung.

Felix Remter ist Sozial- und Kulturanthropologie und derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Munic Centre for Technology in Society im  interdisziplinären Forschungsprojekt „100Places:M“, einem Teilprojekt des Zentrum Stadtnatur und Klimaanpassung an der TU München. Im Zentrum seiner Promotionsforschung stehen Mensch-Bienen-Beziehungen.


In Zusammenarbeit mit dem Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen und dem 

Bremen NatureCultures Lab| Kontakt: Katrin Amelang | amelang@uni-bremen.de

 

BNCL Programm Mai

22 May 2019 (Wed) | 14-16h| Rotunde (Cartesium) (in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft, U Bremen)

Felix Remter (LMU München) | Ontologische Krisen, Resonanz, Fraktale. Multimodale Annäherungen an Bienenforschung und Imkerei

27 May 2019 (Mon) | 12-14h | SFG 2210

Julia Poerting (U Bonn) |  „Die sind schlauer geworden“ – Die technologische Vermittlung von Mensch und Wolf in der Lüneburger Heide

Book Launch

Michi Knecht und Katrin Amelang stellen NaturenKulturen: Denkräume und Werkzeuge für neue politische Ökologien am 9.4 in Berlin vor,  als Auftakt des Institutskolloquiums, Europäische Ethnologie, HU Berlin

→ https://www.euroethno.hu-berlin.de/de/institut/kolloquium

Out now – we are happty to announce the publication of „NaturenKulturen“

Was haben Moskitonetze in Ghana mit Küstenschutz in Neuseeland oder Rohmilchkäseproduktion in den USA gemeinsam? Was verbindet Plastikmüll im Meer mit der Frage, ob Fleisch von Tieren stammt? Dieser Band vermittelt Einblicke in ein neues Forschungsfeld an der Schnittstelle von Kultur- und Sozialanthropologie. Geografie und Science & Technology Studies und stellt mit den „NaturenKulturen“ ein Konzept vor, mit dem sich das Verhältnis von Natur und Kultur neu bestimmen und politisch situieren lässt. Beiträge von Anna Tsing, Steve Hinchliffe, Uli Beisel, Banu Subramanisam, Sven Bergmann und anderen laden dazu ein, „NaturenKulturen“ als Denkraum zu verstehen und neue Konstellationen von ökologischen Prozessen technischen Artefakten und mehr-als-menschlichen Akteuren zu erforschen.

Friederike Gesing, Michi Knecht, Michael Flitner, Katrin Amelang (Hg.)(2018): NaturenKulturen. Denkräume und Werkzeuge für neue politische Ökologien. Bielefeld: transcript.  [39,99 €]

 

Details, Inhaltsverzeichnis, Leseprobe unter: https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4007-6/naturenkulturen/

Next NatureCultures Lab! Reading and Discussion Session on Alf Hornborg

Mon, 18.6.2018 | 12:15-13:45 | SFG 2210

 

Alf Hornborg (2017) Artifacts have consequences, not agency: Toward a critical theory of global environmental history. European Journal of Social Theory 20(1), 95-110.

This article challenges the urge within Actor-Network Theory, posthumanism, and the ontological turn in sociology and anthropology to dissolve analytical distinctions between subject and object, society and nature, and human and non-human. It argues that only by acknowledging such distinctions and applying a realist ontology can exploitative and unsustainable global power relations be exposed. The predicament of the Anthropocene should not prompt us to abandon distinctions between society and nature but to refine the analytical framework through which we can distinguish between sentience and non-sentience and between the symbolic and non-symbolic. The incompatibility of posthumanist and Marxist approaches to the Anthropocene and the question of agency derives from ideological differences as well as different methodological proclivities. A central illustration of these differences is the understanding of fetishism, a concept viewed by posthumanists as condescending but by Marxists as emancipatory.